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24.03.2015 -
Stephanskirchen

„Smarte“ Laborarbeitsplätze

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Spezielle UHF Systeme ermöglichen exakte Identifikation von Probengestellen

In mehreren Kliniken in der Türkei laufen bereits seit 2014 mehrere Systeme zur Identifikator von Patienten spezifischen mehrfach Probegebinden, die eine trennscharfe Erfassung auf Basis spezieller Smart-Shelf-Antennen von Kathrein RFID ermöglicht.

Thomas Brunner, Kathrein RFID, im Gespräch mit „RFID im Blick“
Herr Brunner, welche Arbeitsschritte im Labor werden mittels UHF-RFID optimiert?
In dem Labor werden sowohl Proben von Medikamenten, die patientenspezifisch gemischt und hergestellt werden, als auch Blutproben analysiert. Die korrekte Zuordnung der Proben zum Untersuchungsauftrag ist entscheidend für alle Arbeitsschritte. UHF-RFID stellt die eindeutige Identifikation der Probengestelle sicher. Die Kennzeichnung einzelner Einwegprobenröhrchen mit RFID-Labels wäre nicht wirtschaftlich darstellbar.

Wie wird die eindeutige Identifizierung ausschließlich des benötigten Probengestells gewährleistet?
Mit einer speziellen und patentierten Technologie – die Antenne schafft eine definierte Lesehalbkugel von einem halben Meter oder weniger und das nur direkt über der Grundfläche der Antenne von circa 30 mal 30 Zentimetern. Die Trennschärfe des Lesefeldes liegt bei unter zwei Zentimetern. So wird sichergestellt, dass nur das Gestell direkt im Lesefeld erfasst wird und nicht das auf dem Nachbartisch oder in der Hand des Kollegens im Vorbeigehen. Zusätzliche Maßnahmen wie Abschirmungen sind nicht erforderlich.

Mit welchem Aufwand ist die Integration verbunden und wie hoch sind die Investitionen in eine solche Lösung?
Der Integrations- und Kostenaufwand für die Antennen ist minimal, da die Smart-Shelf-Antennen kostengünstig auf Leiterplatten-Basis hergestellt werden. Die daraus resultierende flache Bauweise mit einer Höhe von 8,6 Millimetern ohne Gehäuse ermöglicht eine einfache Integration in die Arbeitsplätze. Die patentierte KRAI-Technologie erlaubt den Anschluss von bis zu 32 Antennen – in der Regel sind es nur vier – an einen RFID-Reader. Das hält die Investition in Hardware in engen Grenzen. Da die Erfassung von Probengestellen im Labor nicht vergleichbar zeitkritisch wie in der Logistik ist, wo es auf Millisekunden ankommt, reicht die Erfassung innerhalb einer Sekunde aus. Somit ist die kaskadierende Erfassung über die Smart-Shelf-Antennen eine ideale und kostengünstige Lösung für Laborarbeitsplätze.

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Artikel (März 2015 | RFID im Blick | de)