{"id":6764,"date":"2024-10-30T10:21:07","date_gmt":"2024-10-30T09:21:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kathrein-solutions.com.dedi7310.your-server.de\/?p=6764"},"modified":"2024-11-05T08:30:36","modified_gmt":"2024-11-05T07:30:36","slug":"kathrein-rfid-leser-fuer-die-rollmaterial-identifikation-bei-der-schweizerische-bundesbahnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/de\/news\/kathrein-rfid-leser-fuer-die-rollmaterial-identifikation-bei-der-schweizerische-bundesbahnen\/","title":{"rendered":"KATHREIN RFID-Leser f\u00fcr die Zugidentifikation bei Schweizerische Bundesbahnen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der einwandfreie Zustand aller Schienenfahrzeuge dient nicht nur der Fahrgastsicherheit, er verhindert auch potenzielle Sch\u00e4den an der Infrastruktur, wie Schiene, Oberleitung oder Zugkomponenten. Um ein durchg\u00e4ngiges Zustands-Monitoring etablieren zu k\u00f6nnen, kennzeichnete die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) zur automatisierten und eindeutigen Erkennung alle eigenen Schienenfahrzeuge mit RFID. Durch die Kennzeichnung sind diese Fahrzeuge lokalisierbar. Die Integration der Technologie fand in Zusammenarbeit mit Enkom statt, und es wurden RFID-Leseger\u00e4te und Software von KATHREIN Solutions eingesetzt.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Herausforderungen f\u00fcr die Bahnbetreiber<\/strong><\/p>\n<p>Bahnbetreiber und Zugsteuerungsanlagen sehen sich mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, die ihre Effizienz und Sicherheit beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen. Eine der gr\u00f6\u00dften H\u00fcrden ist das Kapazit\u00e4tsmanagement und die \u00dcberlastung der Schienennetze. Angesichts einer stetig wachsenden Nachfrage wird es immer schwieriger, den Zugverkehr reibungslos zu steuern. Ohne intelligente L\u00f6sungen kann dies zu Versp\u00e4tungen und ineffizienter Ressourcennutzung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein weiteres zentrales Problem ist die Sicherheit und Unfallvermeidung. Angesichts der hohen Verkehrsdichte auf den Schienen m\u00fcssen die Steuerungssysteme jederzeit in der Lage sein, Unf\u00e4lle zu verhindern und auf Notf\u00e4lle zu reagieren. Die Implementierung von IoT-Technologien bietet hier vielversprechende Ans\u00e4tze: Echtzeit\u00fcberwachung, pr\u00e4diktive Wartung und automatisierte Steuerungssysteme k\u00f6nnen diese Herausforderungen erheblich reduzieren und den Betrieb von Bahnsystemen effizienter, sicherer und zukunftsf\u00e4higer gestalten. KATHREIN Solutions hat eine umfassende RFID-L\u00f6sung inklusive der Software CrossTalk f\u00fcr die Schweizerischen Bundesbahnen bereitgestellt, um dies zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6766 size-full\" src=\"https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SBB_02_Proactive-maintenance-with-RFID-in-rail.webp\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SBB_02_Proactive-maintenance-with-RFID-in-rail.webp 900w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SBB_02_Proactive-maintenance-with-RFID-in-rail-300x200.webp 300w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SBB_02_Proactive-maintenance-with-RFID-in-rail-768x512.webp 768w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SBB_02_Proactive-maintenance-with-RFID-in-rail-18x12.webp 18w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/SBB_02_Proactive-maintenance-with-RFID-in-rail-600x400.webp 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p><em>Abbildung:\u00a0Die Fahrzeugidentifikation mittels \u00abRFID in Rail\u00bb wird als eine Enabler-Technologie betrachtet, mit der alle Prozesse, die auf eine Fahrzeug-ID angewiesen sind, digitalisiert k\u00f6nnen. Nur mit der \u00abradscharfen\u00bb Fahrzeugidentifikation lassen sich Daten und Informationen zuverl\u00e4ssig den richtigen Fahrzeugkomponenten zuordnen und mit entsprechenden Auswertemethoden automatisch die erforderlichen Prozesse ansto\u00dfen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kritische Entwicklungen fr\u00fchzeitig erkennen<\/strong><\/p>\n<p>Die SBB Infrastruktur ist die Betreiberin der Zugkontrolleinrichtungen (ZKE). ZKE sind station\u00e4re Messeinrichtungen entlang des Gleises, die eine umfassende \u00dcberpr\u00fcfung vorbeifahrender Z\u00fcge auf verschiedene sicherheitsrelevante Merkmale erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Ziel der Infrastrukturbetreiberin ist es, schadhafte Fahrzeuge fr\u00fchzeitig zu erkennen und durch gezielte Ma\u00dfnahmen bestimmte Ereignisse pr\u00e4ventiv zu verhindern. Beispielsweise wird der Zugf\u00fchrer gewarnt, die Geschwindigkeit zu verringern, wenn an einer Achse eine Temperatur von 130 Grad gemessen wird, was auf eine St\u00f6rung hinweist.<\/p>\n<p>Die Streckenf\u00fchrung wird angepasst, um den n\u00e4chsten geplanten Interventionspunkt zu erreichen, wo das Fahrzeug aus dem Zug entfernt wird. Damit es nicht zu Betriebsbeeintr\u00e4chtigungen kommt, wird die Infrastruktur und alle darauf verkehrenden Fahrzeuge permanent \u00fcberwacht. Unerwartete Probleme an Schienenfahrzeugen im Personen- oder G\u00fcterverkehr will die SBB aus Sicherheits- und Kostengr\u00fcnden vermeiden. Eine proaktive Instandhaltung ist ein wichtiger Prozess f\u00fcr einen reibungslosen, zuverl\u00e4ssigen Fahrplan.<\/p>\n<p><strong>Vorteile der RFID-L\u00f6sung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Daten werden erfasst und an die verantwortlichen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) oder Fahrzeughalter \u00fcbermittelt<\/li>\n<li>Digitalisierung und Echtzeitanalyse der Daten erm\u00f6glichen fr\u00fchzeitige Schadenserkennung und achsscharfe Zuordnung f\u00fcr Alarmierung<\/li>\n<li>Automatisierte Zugbeobachtung und diskriminierungsfreie Kontrolle des Rollmaterials durch Zugkontrolleinrichtungen<\/li>\n<li>Generierung von Zusatznutzen durch zuverl\u00e4ssige Fahrzeugidentifikation bei voller Streckengeschwindigkeit, einschlie\u00dflich Automatisierung manueller Prozesse, fahrzeugscharfer Zustands\u00fcberwachung und Prognose der Fahrzeug-Zustandsentwicklung f\u00fcr die Optimierung des Fahrzeugunterhalts<\/li>\n<li>Die Daten haben das Potenzial f\u00fcr eine Prognose der Fahrzeugzustandsentwicklung. Dadurch w\u00e4re eine prognostizierte Zustandsentwicklung und ein Verf\u00fcgbarkeitsgewinn durch Fahrzeugidentifikation m\u00f6glich<\/li>\n<li>Sicherheitsgewinn, Zustandsoptimierung durch Ursachenbeseitigung und Optimierung der Lebenszykluskosten<\/li>\n<li>Eindeutige Zuordnung von Radaufstandskraftmessungen zu einzelnen R\u00e4dern durch Fahrzeugidentifikation mit RFID, erleichtert die Verfolgung der Radzustandsentwicklung<\/li>\n<\/ul>\n<h3><strong>Fahrzeugzustands\u00fcberwachung: <\/strong><strong>Monitoring von Infrastruktur und Fahrzeugen<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Die Basis f\u00fcr die gew\u00fcnschten qualit\u00e4tssichernden Ma\u00dfnahmen war zun\u00e4chst die Fahrzeugidentifikation \u00fcber RFID-Transponder, die eine achsscharfe Zuordnung der Daten zu einem Fahrzeug erm\u00f6glichte. Nur so kann der Fahrzeugzustand zuverl\u00e4ssig \u00fcber mehrere Zugkontrolleinrichtungen verfolgt und kritische Entwicklungen fr\u00fchzeitig erkannt werden.<\/p>\n<p>Die Erfassung von Fahrzeugachsen wurde \u00fcber Schienenkontakte, die am Gleis verbaut sind, sichergestellt. Durch Verkn\u00fcpfung dieser Daten mit den RFID-Identifikationsdaten, war man in der Lage ein intuitives Businessevent zu erzeugen, das Auskunft \u00fcber Zustand und Fahrzeugindividualdaten gab. Das Ergebnis: Echtzeittransparenz \u00fcber den Zustand der Schienenfahrzeuge.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6767 size-full\" src=\"https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot-SBB-App_-Darstellung-der-getaggten-Zugachsen.png\" alt=\"\" width=\"1716\" height=\"759\" srcset=\"https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot-SBB-App_-Darstellung-der-getaggten-Zugachsen.png 1716w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot-SBB-App_-Darstellung-der-getaggten-Zugachsen-300x133.png 300w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot-SBB-App_-Darstellung-der-getaggten-Zugachsen-1024x453.png 1024w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot-SBB-App_-Darstellung-der-getaggten-Zugachsen-768x340.png 768w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot-SBB-App_-Darstellung-der-getaggten-Zugachsen-1536x679.png 1536w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot-SBB-App_-Darstellung-der-getaggten-Zugachsen-18x8.png 18w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Screenshot-SBB-App_-Darstellung-der-getaggten-Zugachsen-600x265.png 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1716px) 100vw, 1716px\" \/><\/p>\n<p><em>Abbildung: Beispielhafter Ausschnitt aus der von Kathrein Solutions entwickelten SBB-Applikation, um die ermittelten Fahrzeugdaten auf mobilen Endger\u00e4ten anzuzeigen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erste Pilottests<br \/>\n<\/strong><br \/>\nIm Jahr 2013 errichtete die SBB den ersten Pilotstandort f\u00fcr die Installation von Zugkontrolleinrichtungen (ZKE). Das Ziel dieses Pilotprojekts bestand darin, den Nachweis zu erbringen, dass Fahrzeuge achs- oder radscharf identifiziert und anschlie\u00dfend unter den gegebenen Eisenbahn-Betriebsbedingungen mit den Messdaten der ZKE-Anlagen kombiniert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Tests seitens Infrastruktur wurde zuerst ein Zug mit vier Fahrzeugen mit RFID-Tags ausgestattet. Gleichzeitig installierte eine andere Division der SBB, die Division Personenverkehr, ebenfalls eine erste Anlage in einer Waschstra\u00dfe. Das Ziel dort bestand darin, den Waschprozess zu automatisieren. Die Abrechnung auf der Basis des gew\u00e4hlten Waschprogramms ist bereits automatisiert worden. Somit fand dieses Pilotprojekt im Jahr 2013 gleichzeitig in zwei Divisionen statt.<\/p>\n<p>Auch heute noch wird der Wasch- und Reinigungsprozess mithilfe der RFID-Technologie durchgef\u00fchrt. Im Jahr 2014 befand sich das Pilotsystem bereits in Betrieb. In den folgenden Jahren wurde das System getestet, verfeinert und finanziell f\u00fcr eine fl\u00e4chendeckende Einf\u00fchrung von 2015 bis 2018 unterst\u00fctzt. W\u00e4hrend dieser Zeit wurden alle SBB-Standorte mit RFID-Technologie ausger\u00fcstet, begleitet von umfangreichen Bem\u00fchungen zur Interessensvertretung, um Fahrzeughalter zur Teilnahme an den Tests zu ermutigen.<\/p>\n<p>Obwohl die technische Umsetzung des Projekts 2018 abgeschlossen wurde, werden kontinuierliche Bem\u00fchungen unternommen, um zus\u00e4tzliche Datenquellen zu integrieren und mehr Fahrzeughalter f\u00fcr die Nutzung der Daten zur Wartung zu gewinnen. Dieser iterative Prozess erfordert Zeit, damit die Nutzer Vertrauen in die Daten entwickeln und ihre potenziellen Anwendungen vollst\u00e4ndig verstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Hardware &amp; Software: i<\/strong><strong>nstallierte RFID Hardware<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDie passive RFID-Technologie wird gem\u00e4\u00df dem GS1-Standard \u201eRFID in Rail\u201c und ISO 18000-6C EPC Class1 Gen2 europaweit als\u00a0Fahrzeugidentifikationsl\u00f6sung\u00a0etabliert. Die SBB hat beschlossen, \u201eRFID in Rail\u201c fl\u00e4chendeckend einzusetzen und einen Teil der erfassten Daten den Fahrzeughaltern kostenlos zur Verf\u00fcgung zu stellen. Bereits 60 Prozent der auf der SBB Infrastruktur verkehrenden Fahrzeuge sind mit RFID-Tags zur Identifikation ausgestattet.<\/p>\n<p>Die Installation der KATHREIN-Leseger\u00e4te erforderte bauliche Anpassungen, die gemeinsam durch ZKE und den Lieferanten durchgef\u00fchrt wurden. Alle ZKE Anlagen wurden mit RFID-Leseger\u00e4ten ausger\u00fcstet. Das sind zirka 120 Anlagen an 70 Standorten. Typischerweise gibt es alle 30\u201350 km einen ZKE Standort. Jeder der rund 70 Standorte umfasst ein bis vier Gleise, denen jeweils ein Leseger\u00e4t zugeordnet ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-6768 size-large\" src=\"https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Reader-am-Gleisbett-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Reader-am-Gleisbett-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Reader-am-Gleisbett-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Reader-am-Gleisbett-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Reader-am-Gleisbett-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Reader-am-Gleisbett-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Reader-am-Gleisbett-16x12.jpg 16w, https:\/\/www.kathrein-solutions.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Reader-am-Gleisbett-600x450.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><em>Abbildung:\u00a0Die RFID-Transponder in Z\u00fcgen und die Gleisbett-RFID-Leseger\u00e4te m\u00fcssen extrem robust sein und allen Wetterbedingungen standhalten.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Robuste RFID-Etiketten und Leseger\u00e4te<br \/>\n<\/strong><br \/>\nAn den Fahrzeugen sind passive RFID-Transponder angebracht, die von RFID-Readern bei Durchfahrtsgeschwindigkeiten bis 180km\/h ausgelesen werden. Die RFID-Transponder an den Z\u00fcgen sowie die am Gleis verbauten RFID-Reader erfordern eine besondere Robustheit, die jeder Witterung standh\u00e4lt. Dies ist besonders wichtig im Winter in der Schweiz, wo die Wetterbedingungen extrem sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Der\u00a0Kathrein Reader ARU 3500\u00a0ist speziell f\u00fcr raue Umgebungen konzipiert und daher optimal f\u00fcr diese Bedingungen geeignet. Die Hardware-Kosten hielten sich durch die interne Antenne des ARU 3500 bei einer Eingleis-Anwendung in Grenzen. Bei einer Zweigleis-Anwendung wurde ein zus\u00e4tzlicher Kathrein Reader ARU 3500 als Slave angebunden.<\/p>\n<p>Durch die konfigurierten IDs (Master und Slave) am Haupt-Reader kann jede Erfassung dann entsprechend dem Gleis zugeordnet werden. Die Schienenfahrzeuge sind mit einem RFID-Tag gem\u00e4\u00df der DIN-Norm EN17230 gekennzeichnet. Die eingesetzten Reader haben eine Weitwinkelantenne mit 65\u00b0 Weitwinkel und nutzen die UHF-RF-Einheit mit einer Bandbreite von 865\u2013868 MHz, mit optimaler Konnektivit\u00e4t \u00fcber PoE+.<\/p>\n<p><strong>Datenerfassung bei 200 km\/h, Schnee oder Starkregen<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDie Leseanforderungen der RFID-Transponder an den Fahrzeugen beinhalteten die Fahrzeugnummer. Die ZKE-Messdaten werden f\u00fcr Intervention und Analyse mit Solldaten wie Fahrplan-, Formations- und Ladungsinformationen angereichert. Au\u00dferdem mussten die Daten-Erfassungen in einer Range von 5 km\/h bis 180 km\/h zuverl\u00e4ssig erfolgen.<\/p>\n<p><strong>Software und Datenvisualisierung<br \/>\n<\/strong><br \/>\nBei diesem Projekt wurde die CrossTalk-Software von Kathrein eingesetzt. Zur benutzerfreundlichen Visualisierung hat Kathrein Solutions daf\u00fcr eine auf die SBB zugeschnittene App entwickelt, um die ermittelten Fahrzeugdaten (Pr\u00e4senz, Fahrzeugnummer, Achsen) auf verschiedenen Endger\u00e4ten anzuzeigen. Diese Visualisierung bildet jedes Fahrzeug mit jeder einzelnen Achse ab und vermittelt einen sofortigen \u00dcberblick bzw. Transparenz pro erfasstem Schienenfahrzeug.<\/p>\n<h3><strong>Die RFID-L\u00f6sung<\/strong><\/h3>\n<p><strong>Daten aufnehmen und intelligent aufbereiten<br \/>\n<\/strong><br \/>\nNachdem die RFID Reader die Daten aufgenommen haben, werden diese \u00fcber die Kathrein CrossTalk-Software an die speziell f\u00fcr die SBB entwickelte App \u00fcbergeben. Dabei sendet jede Lesestelle die Daten an drei Server: einen Produktiv Server, einen Backup Server und einen Test Server. Das Monitoring der RFID-Hardware findet zentral \u00fcber ein SBB internes System statt, das via Kathrein CrossTalk-Agent und dem CrossTalk-Server die Reader Statusdaten erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Kathrein CrossTalk erm\u00f6glicht auch die Integration der RFID-Hardware in das f\u00fchrende System der SBB. Dabei wird der Kathrein RFID-Reader mittels des CrossTalk-Agents intelligent gemacht, sodass diese dem SBB System ihre Zustandsdaten zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n<p><strong>Echtzeitdaten f\u00fcr vorausschauende Wartung<br \/>\n<\/strong><br \/>\nKathrein Solutions hat die 70 Zugkontrolleinrichtungen der SBB mit rund 120 RFID-Leseger\u00e4ten ausgestattet, die eine umfassende \u00dcberwachung der Sicherheit gew\u00e4hrleisten. Diese hochentwickelten Mess- und Sensoranlagen erfassen rund 11.000 Z\u00fcge pro Tag und \u00fcbernehmen kontinuierlich und autonom eine Vielzahl von \u00dcberwachungsaufgaben.<\/p>\n<p>Die Ausstattung von Fahrzeugen mit RFID-Etiketten ist eine Voraussetzung f\u00fcr eine vorausschauende Wartung. Die Analyse von Fahrzeugdaten wie Temperatur, Achslast, Brems- und Lastdaten erm\u00f6glicht eine fr\u00fchzeitige Problemerkennung. Pro Jahr werden mehr als 40 Millionen Achsen bemessen. Dazu geh\u00f6ren rund 10 Millionen Fahrzeugmessungen.<\/p>\n<p>Durch die fr\u00fchzeitige Erkennung verbessert sich der Fahrzeugzustand und reduziert Sch\u00e4den an Infrastruktur und Betriebsunterbrechungen. Sensoren im SBB-Netz \u00fcberwachen wichtige Parameter wie Achstemperatur und Bremsfunktionalit\u00e4t und erkennen Anomalien. Echtzeitdatenanalyse erm\u00f6glicht proaktives Eingreifen zur Risikovermeidung und Sicherheitsgew\u00e4hrleistung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der einwandfreie Zustand aller Schienenfahrzeuge dient nicht nur der Fahrgastsicherheit, er verhindert auch potenzielle Sch\u00e4den an der Infrastruktur, wie Schiene, Oberleitung oder Zugkomponenten. Um ein durchg\u00e4ngiges Zustands-Monitoring etablieren zu k\u00f6nnen, kennzeichnete die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) zur automatisierten und eindeutigen Erkennung alle eigenen Schienenfahrzeuge mit RFID. Durch die Kennzeichnung sind diese Fahrzeuge lokalisierbar. 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